Konzeption

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Eigenaktives Lernen

Konzeptionelle Besonderheiten

Die Anleitung zum eigenaktiven Lernen ist wichtiger Bestandteil des pädagogischen Konzeptes. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich selber einzuschätzen, Lernprozesse selbstständig zu planen und in Lerngesprächen zu reflektieren. Durch den Einsatz von kooperativen Unterrichtsformen werden sie zum eigenständigen Lernen angeleitet und können gleichzeitig Sprach- und Sozialkompetenzen stärken, außerdem Wissen vertiefen und vernetzen.

 

Wichtige Voraussetzungen sind die einzelnen Kompetenzraster, in welchen die einzelnen Lernfortschritte sichtbar werden und regelmäßige Lerngespräche mit den Fachlehrerinnen und -lehrern. Das selbstständige Lernen findet in als Lernlandschaften ausgestatteten Fachräumen statt. Die PRIMUS-Schule entwickelt ein verbindliches Methodenkonzept, das dem eigenaktiven Lernen der Schülerinnen und Schüler eine Struktur gibt. Das Prinzip der Handlungsorientierung wird durchgängig verfolgt, zusätzlich steht ein umfangreiches Arrangement von Unterrichtsmedien zur Verfügung.

 

Die einzelnen Fachschaften sind für die Vorbereitung und Logistik der Medien-und Methodenbausteine verantwortlich.

 

In den ersten beiden Schuljahren darf die Offenheit des Unterrichtes die Kinder in ihrem Entwicklungsstand nicht überfordern. Mit Augenmaß wird eine fortschreitende Öffnung des Unterrichts vorgenommen werden. Besonders wichtig ist das Anlegen eines gesicherten Methodenkonzeptes.


Förderung und Forderung

Konzeptionelle Besonderheiten

Im Sinne der individuellen Förderung werden an der PRIMUS-Schule Titz alle Schülerinnen und Schüler gemäß ihres Leistungsstandes, ablesbar an den Fortschritten innerhalb ihres Kompetenzrasters, gefördert und gefordert. Dazu dienen regelmäßigen Lernentwicklungsgespräche, an denen auch Eltern teilnehmen können. Dies bedeutet, dass kein Kind eine Klasse wiederholt oder vorversetzt wird, die soziale Bezugsgruppe der Eingangsklasse bleibt über die gesamte Schulzeit bestehen.

Die Förderung und Forderung an der PRIMUS-Schule Titz geschieht ohne äußere Differenzierung. Durch Maßnahmen innerer Differenzierung wie z.B. durch die Bereitstellung geeigneter Materialien und differenzierter Aufgabenstellungen. Durch ein Angebot unterschiedlicher Hilfen und Zeitvorgaben und verschiedener Lern- und Arbeitsmittel wird sowohl dem Begabtenpotential Rechnung getragen als auch der Ausgleich von Defiziten gewährleistet. Gymnasiale Standards werden durch die Umsetzung der Kernlehrpläne für die Gesamtschule und durch den Einsatz von Sekundarstufen II Lehrkräften sicher gestellt.

Zusätzliche Fördermaßnahmen für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler werden auch durch den Einsatz von Sozialpädagogen und Förderschulpädagogen unterstützt.


Leistungsbewertung

Konzeptionelle Besonderheiten

Selbsteinschätzung

Die Selbsteinschätzung eines Schülers oder einer Schülerin ist für die Ausbildung der Fähigkeit, den eigenen Lernprozess selbstständig zu planen und zu bewerten, von großer Bedeutung. Um eine solche Selbsteinschätzung auszubilden, werden regelmäßig Lerngespräche geführt, die der Reflexion dienen und Voraussetzung für die weitere Planung sind. Auch im Unterricht werden die Schülerinnen und Schüler an eine Feedbackkultur herangeführt.


Kompetenzüberprüfung

Die Ankerpunkte des eigenaktiven Lernens mit Hilfe der Kompetenzraster sind die Lernzielüberprüfungen, zu denen sich die Schülerinnen und Schüler nach Selbsteinschätzung anmelden. So kann der Lernstoff in einem individuellen Lerntempo erworben werden. Des Weiteren führen alle Schülerinnen und Schüler ein Logbuch zur Dokumentation ihrer Tätigkeiten und ihrer Lernfortschritte. Lerntagebücher und Präsentationen fließen ebenfalls in die Bewertung ein.

Lernentwicklungsgespräche

Lernentwicklungsgespräche finden quartalsmäßig statt und werden als Ziel- und Bilanzgespräche verstanden. Sie sind eine Zusammenfassung der regelmäßigen Lernberatungen, der dokumentierten Lernergebnisse und Kompetenzüberprüfungen.


Kriterienzeugnisse

Die Kompetenzerwartungen der Lehrpläne der einzelnen Fächer sind in den Zeugnissen als einzelne Kriterien aufgeführt. Sie dienen gleichzeitig zur Überprüfung des lehrplangemäßen Arbeitens. Innerhalb einer Bandbreite von vier Qualitätsabstufungen wird jedes Kriterium bewertet. Anhand dieser Zeugnisse werden Lernfortschritte, aber auch Defizite deutlich und dienen als Grundlage für die weitere Lernplanung. Die Kriterienzeugnisse für die Sekundarstufe I werden angelehnt an die Primarstufenzeugnisse im Laufe der nächsten Jahre durch die Fachkonferenzen erstellt. Sie werden kompetenzorientiert angelegt und berücksichtigen die Kernlehrplanvorgaben der Gesamtschule.  

Die Schulkonferenz der PRIMUS-Schule wird darüber entscheiden, bis zu welchem Jahrgang auf die Ziffernoten verzichtet werden soll. Vorgesehen sind Ziffernoten ab Jahrgang 9.


Standardsicherungen

Die Standardsicherungen gewährleisten auch an der PRIMUS-Schule Titz die Lernstandserhebungen werden in Klasse 3 und 8, sowie zentrale Abschlussprüfungen in Klasse 10 durchgeführt.


Unterrichtsstruktur

Konzeptionelle Besonderheiten

Jahrgangsübergreifende Lerngruppen

Die Lerngruppen und Projekte können ab 2015/2016 von Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Altersklassen belegt werden. Heterogenität ist erwünscht, um fachliche und soziale Kompetenzen zu stärken. Mit dem fortschreitenden Aufbau der Schule wird das Prinzip des jahrgangsübergreifenden Unterrichts zunehmend realisiert. In der Zwischenzeit ist es vorgesehen, jahrgangsübergreifenden Unterricht mit den im Hause auslaufenden Klassen zu praktizieren. Geplant sind hier z.B. gemeinschaftliche bilinguale Projekte.

Die einzelnen Lernstufen der PRIMUS-Schule Titz sehen wie folgt aus:

Lernstufe I                 Jahrgänge 1/2/3

Lernstufe II                Jahrgänge 4/5

Lernstufe III               Jahrgänge 6/7/8

Lernstufe IV               Jahrgänge 9/10

 

Selbstständiges Lernen

In der SL-Phase arbeiten die Schülerinnen und Schüler selbstständig in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Kompetenzraster dienen dabei der Orientierung und der Dokumentation. Anhand dieser Vorgabe setzen sich die Schülerinnen und Schüler definierte Ziele, die Lehrkräfte fungieren als Lernberaterinnen und –berater.

 

Lerngruppe

Das Prinzip der Lerngruppe wird gezielt in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und in weiteren Fremdsprachen angeboten. In dieser Lerngruppenzeit arbeitet eine Fachkraft mit Schülergruppen, die aus unterschiedlichen Jahrgängen bestehen. Für die Arbeit in der SL-Phase werden hier wichtige fachliche und methodische Grundlagen gelegt z.B. Einführungseinheiten.

In den Fremdsprachen steht hier die Stärkung der mündlichen Kommunikationsfähigkeit im Vordergrund, z.B. durch den Einsatz von situativen Rollenspielen. In den anderen Fächern werden in dieser Zeit wichtige Basisinhalte vermittelt.

 

Projekt

An der PRIMUS-Schule Titz sind „epochal“ angelegte fächerübergreifende Projekte in jahrgangsgemischten Gruppen vorgesehen. Am Ende eines jahrgangs- und fächerübergreifenden Projektes steht immer die Dokumentation und Präsentation der Schülerergebnisse. Das Projektangebot orientiert sich am Sachunterricht der Primarstufe und an der Stundentafel, sowie den Lehrplänen der Pflichtfächer und Pflichtlernbereiche der Gesamtschule (Gesellschaftslehre, Naturwissenschaften, Arbeitslehre, Kunst und Musik)

Die Fächer Religion/Praktische Philosophie und Sport werden nicht im Projektunterricht erteilt, sondern einzeln im Klassenverband.

Im Laufe der Schulzeit muss eine bestimmte Anzahl an Projekten durchlaufen werden, die den unterschiedlichen Fächern/Lernbereichen zugeordnet werden können.

Ältere Schülerinnen und Schüler übernehmen im Rahmen der kooperativen Lernmethodik Lernpatenschaften, die nicht nur ihre sozialen, sondern auch ihre fachlichen Kompetenzen stärken.


Lernzeiten

Konzeptionelle Besonderheiten

Lernzeiten statt Hausaufgaben

An der PRIMUS-Schule Titz gibt es im gebundenen Ganztag Lernzeiten statt Hausaufgaben. In dieser Lernzeit wird Gelerntes angewandt und vertieft. Schwache Schülerinnen und Schüler werden besonders gefördert und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sinnvoll gefordert. In den Lernzeiten unterstützen sich Schülerinnen und Schüler auch gegenseitig z.B. durch Lernpatenschaften. Bei den stärkeren Schülerinnen und Schülern werden so soziale Kompetenzen gefördert und das eigene Wissen vertieft. Das in diesen Lernzeiten eingesetzte Fachpersonal beachtet das Prinzip der minimalen Hilfestellung. Fachliche Probleme werden nur im „Notfall“ gemeinsam mit dem Lehrpersonal gelöst. Der Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit in dieser Lernphase besteht eher in der Begleitung des Lernprozesses, in der Bestärkung des Schülerverhaltens   und Sicherstellung eines geordneten Ablaufes.

Eigenaktivität der Lernenden soll als durchgängiges Prinzip den Schulalltag bestimmen.


Fremdsprachkonzept

Konzeptionelle Besonderheiten

In der Klasse 1 beginnt im zweiten Halbjahr der Fremdsprachenunterricht mit der englischen Sprache. Bei der Sprachvermittlung wird viel Wert auf den kommunikativen Absatz gelegt. Ziel dabei ist es, sich möglichst früh frei in der Zielsprache äußern zu können. Für den Fremdsprachenunterricht bedeutet dies, viele situative Anlässe zu schaffen, die zum freien Sprechen anregen.

Angedacht ist eine bilinguale Unterrichtsversorgung von Anfang an, z.B. in den Fächern Sport und Kunst. Das jahrgangsübergreifende Arbeiten und die Projektarbeit in der PRIMUS-Schule bieten für alle Schülerinnen und Schüler günstige Bedingungen für den Fremdsprachenerwerb. Auch die jüngeren Kinder können so schon frühzeitig an komplexeren Sprachsituationen und Theaterstücken in der englischen Sprache teilnehmen. Die älteren Schülerinnen und Schüler profitieren von ihren jüngeren Lernpartnern, die ihnen positive Verstärkung ihrer Sprachkenntnisse spiegeln. Ein Schwerpunkt des Fremdsprachenkonzeptes wird der verklammerte Einsatz von Sek I und Primartstufenlehrkräften in der jeweils anderen Schulstufe sein, auch auf dieser Ebene bietet sich eine große Möglichkeit kollegialer Zusammenarbeit und gemeinsamer Weiterentwicklung.

Die zweite Fremdsprache wird ab Klasse 6 angeboten, eine weitere ab Klasse 8.

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